Teil II · 7 / 17
Von der Selbst-Überwindung
Wille zur Macht als Grundprinzip
Zusammenfassung
Zarathustra enthüllt: Was alle lebendigen Dinge antreibt, ist nicht Selbsterhaltung, sondern Wille zur Macht — der Wille zu wachsen, zu übersteigen, zu erschaffen. Sogar der Wille zur Wahrheit ist eine Form dieses Willens. Selbstüberwindung ist das einzige, was zählt.
Kernthesen
- Wille zur Macht ≠ Herrschaft über andere, sondern Selbstüberwindung
- Gegenmodell zu Schopenhauer's Wille zum Leben
- Alles Lebendige kämpft gegen sich selbst um Wachstum
- Perspektivismus: Wahrheit ist Interpretation im Dienst des Lebens
Schlüsselzitate
Wo ich Lebendiges fand, da fand ich Willen zur Macht.
— Nietzsche, Von der Selbst-Überwindung
Der Wille zur Wahrheit ist auch ein Wille zur Macht.
— Nietzsche, Von der Selbst-Überwindung
💡 Dozenten-Hinweis
Der Wille zur Macht ist kein politischer Begriff. Nietzsche meint ein ontologisches Prinzip: Jede Entität strebt danach, ihre Kraft zu entfalten und zu steigern — nicht andere zu beherrschen.